Das Wald-Zentrum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
Der mit 915.800 ha etwa 27 Prozent der Landesfläche Nordrhein-Westfalens bedeckende Wald ist unersetzlicher Teil unserer Umwelt. Als prägendes Element unserer seit Jahrhunderten intensiv genutzten Kulturlandschaft erfüllt er in einem dicht besiedelten Industrieland heute in hohem Maße
Schutz- und Erholungsfunktionen. Waldbesuchern stehen nicht nur eine Vielzahl von Erholungseinrichtungen, wie beispielsweise Waldspielplätze, Naturerlebnisgebiete und Waldlehrpfade, sondern auch fast 60.000 km Waldwege für ausgedehnte Wanderungen zur Verfügung.

Die Erhaltung des hohen Wertes von Wald für den
Natur- und Umweltschutz ist ebenso Aufgabe der
nachhaltigen Forstwirtschaft wie die Erzielung von Einkommen für die Waldbesitzer, die Sicherung der Arbeitsplätze im Wald Beschäftigter sowie die Rohstoffversorgung der Holzindustrie und des Holzhandwerks.
Im Gegensatz zu den nur begrenzt zur Verfügung stehenden fossilen Ressourcen ist das im Wald
nachhaltig und CO2-neutral erzeugte Holz der wichtigste erneuerbare Roh- und Werkstoff sowie Energieträger der Zukunft.
Die in ihrer ökologischen und ökonomischen Bedeutung weltweit wachsende Forst- und Holzwirtschaft stellt heute mit über 250.000 Beschäftigten und etwa 35 Mrd. Euro Umsatz im Jahr traditionelle "Wirtschaftszweige Nordrhein-Westfalens wie die Textilindustrie, den Bergbau oder die chemische Industrie längst in den Schatten. Diese besondere ökologische, ökonomische und soziokulturelle Bedeutung des Waldes für das dicht besiedelte Industrieland Nordrhein-Westfalen
(Kurzinfo Nordrhein-Westfalen) veranlasste die Landesregierung und die Westfälische Wilhelms-Universität Münster
(Kurzinfo Westfälische Wilhelms-Universität Münster) dazu, am 1. Oktober 2003 ein
Wald-Zentrum in Münster zu gründen.