Archiv 2006
1. Phase der Clusterstudie Wald und Holz Transkarpatien (Ukraine) abgeschlossen

Im
Dezember 2006 hat das Wald-Zentrum die erste Phase der Clusterstudie Wald und Holz Transkarpatien, Ukraine (Cluster analysis of the forest and wood-based industry of the Oblast
Transcarpathia, Ukraine - Phase I - Preparation and kick-off workshop) erfolgreich abgeschlossen. Anschließend wurden die Projektergebnisse dem Auftraggeber
Intercooperation - Schweizerische Stiftung für Entwicklung und internationale Zusammenarbeit - in Bern vorgestellt.
2007 soll das Vorhaben mit Phase II fortgesetzt werden.
Weitere Informationen zum Vorhaben finden sich unter
Projekte.
Forschung zu Holzmobilisierung über regionales Clustermanagement mit Bundesmitteln gefördert
Im
November 2006 wurde das F+E-Vorhaben "Nachhaltige Holzmobilisierung für Zukunftsmärkte über regionales Clustermanagement" initiiert. Das Projekt wird
im Rahmen des Förderprogramms "Nachwachsende Rohstoffe" des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz für zweieinhalb Jahre von der
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. finanziell gefördert.

Im Rahmen des Vorhabens werden innovative Ansätze der Holzmobilisierung und des Clustermanagements in vier modellhaften Regionalclustern der Forst- und Holzwirtschaft in
Nordrhein-Westfalen entwickelt und erprobt. Die Erkenntnisse sollen über einen Leitfaden für regionales Clustermanagement vergleichbaren Wald- und Holzregionen in
Deutschland zugänglich gemacht werden.
Projektpartner sind das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie (Forschungsgruppe "Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren") und der Hauptverband der Deutschen
Holz und Kunststoffe verarbeitenden Industrie und verwandter Industriezweige e. V.
Weitere Informationen zum Vorhaben finden sich unter
Projekte.
Vorhaben zum Netzwerk Wald und Holz Eifel begonnen

Im
November 2006 wurde ein Vorhaben zur Erstellung einer Informationsgrundlage zum Wirtschaftsgefüge Wald und Holz in der Region Eifel begonnen. Ferner
sollen im Rahmen des Projekts Handlungsempfehlungen für ein Netzwerkmanagement in der Forst- und Holzwirtschaft erstellt werden. Das Vorhaben wird mit Mitteln des
Landesbetriebs Wald und Holz Nordrhein-Westfalen finanziert.
Projektpartner sind die Forstämter der Eifel (insbesondere Forstamt Euskirchen), das Holzkompetenzzentrum Eifel, die Gemeinde Nettersheim sowie die Zukunftsinitiative
Eifel. Im Vorhaben findet ein fachlicher Austausch auch mit dem rheinland-pfälzischen und belgischen Teil der Eifel statt.
Weitere Informationen zum Vorhaben finden sich unter
Projekte.
Französische Forsthochschule: Forschungsaufenthalt in Münster
Münster, 28.11.06 - Wie lässt sich die Einführung verschiedenen Zertifizierungssysteme (PEFC, FSC) auf europäischer Ebene besser vergleichen? Mit dieser Fragestellung
beschäftigen sich Studierende unter Leitung der Französischen Forsthochschule ENGREF (École nationale du genie rural des eaux et des forêts). Im Rahmen ihrer
Untersuchungen in Nordrhein-Westfalen und weiteren deutschen Bundesländern waren die internationalen Besucher auch zu Gast im Wald-Zentrum. Die münsterischen
Wissenschaftler stellten den Kontakt zu wichtigen Akteuren in Nordrhein-Westfalen her und unterstützten die Studierenden bei Kooperationen.
Auf dem Bild sind zu sehen (v.r.n.l.): Amaury Janny (ENGREF), Graeme Auld (Yale School of Forestry & Environment), Anna Martinsohn (Wald-Zentrum), Mechthild Assmann (Wald-Zentrum), Mikuláš Cernota (University of Helsinki)
Erfolgreicher Forschungstransfer
Münster, 25.10.06 - Auf Basis der Clusterstudie Wald und Holz Stadt Arnsberg, die das Wald-Zentrum von 2004 bis 2005 durchgeführt hat, wurde kürzlich das
Netzwerk Wald und Holz Arnsberg eingerichtet. Es dient als Kommunikations- und Kooperationsplattform für alle Akteure um den Wald und den Rohstoff Holz. Fachliche Unterstützung erhält das Netzwerk Wald und Holz Arnsberg vom Wald-Zentrum.
Kanadischer Projektpartner Haliburton Forest: Tornado zerstörte Waldwipfel-Pfad
Münster, 15.10.06 - Ein Tornado hat Waldflächen des
Haliburton Forest & Wild Life Reserve Ltd. in Ontario, Kanada, getroffen und beschädigt. Dem Wirbelsturm fielen 300 Hektar Wald in einem Altholzbestand und der international modellhafte Waldwipfelpfad (Canopy Walk) zum Opfer. Noch vor einem Jahr hatte das Wald-Zentrum der Universität Münster im Rahmen einer Exkursion mit 25 Studierenden

des Fachbereichs Geowissenschaften den Forstbetrieb und auch den Waldwipfelpfad besucht. Die kanadischen Partner haben jedoch sofort nach dem zerstörerischen Tornado den Wiederaufbau in Angriff genommen. Pünktlich zum "Indian Summer" wurde der touristische Betrieb wieder aufgenommen.Eine wiederholte Exkursion mit Studierenden in den Haliburton Forest ist geplant. Zum Thema "Wald-Maut oder unternehmerisches Engagement in der Forstwirtschaft? Vermarktung von Nichtholzprodukten und waldbezogenen Dienstleistungen" ist kürzlich ein Artikel in der Allgemeinen Forst Zeitschrift / Der Wald, Ausgabe 19, erschienen.
Neue Publikationen
Das Wald-Zentrum der Universität Münster hat jüngst einige aktuelle wissenschaftliche Beiträge veröffentlicht, so
z. B. gemeinsam mit der forstwissenschaftlichen
Fakultät der Universität Toronto, Kanada, in der internationalen Fachzeitzeitschrift Forest Policy and Economcis zum Thema Kriterien und Indikatoren für nachhaltige und
multifunktionale Waldbewirtschaftung. In der Zeitschrift FORSTARCHIV erschien die wissenschaftliche Aufbereitung der Clusterstudie Forst und Holz Nordrhein-Westfalen.
Schließlich wurden im Holz-Zentralblatt die Handlungsempfehlungen der Clusterstudie Forst und Holz Deutschland vorgestellt. Sonderdrucke der Artikel können beim
Wald-Zentrum angefordert werden.
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MROSEK, T.; BALSILLIE, D.; SCHLEIFENBAUM, P. (2006)
Field testing of a criteria and indicators system for sustainable forest management at the local level. Case study results concerning the sustainability of the private forest Haliburton Forest & Wild Life Reserve Ltd. in Ontario, Canada
Forest Policy and Economics 8: 593-609
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MROSEK, T.; KIES, U. (2006)
Clustermanagement in der Forst- und Holzwirtschaft. Handlungsempfehlungen als Ergebnis der "Clusterstudie Forst und Holz Deutschland".
Holz-Zentralblatt 29: 841-843
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SCHULTE, A.; MROSEK, T. (2006)
Analysis and assessment of the forestry and wood-processing industry cluster in the State of North-Rhine/Westphalia, Germany
Forstarchiv 4: 136-141
Delegation aus Chile zu Gast im Wald-Zentrum
Münster, 4.9.06 - Eine Delegation von chilenischen Wissenschaftlern, Vertretern aus Wirtschaft und Politik sowie Waldbesitzern ist derzeit auf Einladung des Wald-Zentrums in Deutschland zu Gast. In einer zehntägigen Exkursion machen sich die internationalen Besucher vor Ort ein Bild von der deutschen Forst- und Holzwirtschaft. Einen Schwerpunkt bildet das Thema Holzenergie. Heute wurden die chilenischen Gäste im Wald-Zentrum begrüßt und besichtigten das Schloss der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (siehe Foto).

Bereits seit 2004 arbeiten das Wald-Zentrum und die forstliche Fakultät in Santiago de Chile im Rahmen eines Kooperationsabkommens eng zusammen. Deutsche und chilenische Wissenschaftler untersuchen in Patagonien, welche Auswirkungen Waldbewirtschaftung auf den Kohlenstoffhaushalt und die Holzproduktion hat. Ziel ist es, über Grundlagenforschung langfristig einen Beitrag zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Entwicklung der Region zu leisten. "Wir möchten mit dieser Exkursion unsere bisherige Zusammenarbeit vertiefen und neue Ideen für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sammeln", erklärt Prof. Andreas Schulte, der Leiter des Wald-Zentrums. "Vor allem das Thema Holzenergie wird bei steigenden Ölpreisen und einer Verknappung der Holzvorräte weltweit immer wichtiger", fügt er hinzu.
Im waldreichen Chile findet eine energetische Nutzung von Holz bisher kaum statt, Reste werden teilweise ungenutzt verbrannt. Ein Wissenstransfer ist deshalb für Prof. Schulte von zentraler Bedeutung: "Unsere chilenischen Partner können von unserem Know-how profitieren. Wir möchten ihnen zeigen, welchen Stellenwert das Thema Energieholz in Deutschland hat und welche Innovationen es gibt." Auf dem Exkursionsprogramm durch ganz Deutschland stehen deshalb beispielsweise das Informations- und Demonstrationszentrum Erneuerbare Energien (I.D.E.E.) in Olsberg, der Biodiesel-Produzent Choren bei Berlin sowie die Energieagentur Lippe.
"Nachhaltige" Kooperation
Münster, 14.9.06 - Das Wald-Zentrum und das
"Institut für Nachhaltigkeit und Innovation e.V." haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. In Lehre und Forschung wollen die beiden Partner künftig zusammenarbeiten und Studierenden beider Hochschulen Forschungs- und Abschlussarbeiten ermöglichen. Prof. Dr. Andreas Schulte (l), der Leiter des Münsteraner Wald-Zentrums und Prof. Dr. Manfred Sietz, der erste Vorsitzende des Instituts an der FH Lippe und Höxter freuen sich auf gemeinsame Projekte. Eine Dissertation aus dem Themenbereich "Nachwachsenden Kunststoffe" macht den Anfang.
Studie: Mangrovenwälder in Nord-Sumatra
Münster/Nord-Sumatra, 28.8.06 - Das Wald-Zentrum freut sich über den Auftrag zur Studie "Wiederaufforstung und Rehabilitation von Mangrovenwäldern in Nord-Sumatra". Ziel der Machbarkeitsstudie ("Pre-Feasibility Study") ist, zunächst sozioökonomische, landschaftsökologische und forstwirtschaftliche Informationen über die Region zu sammeln, um daraus ein Mangrovenprojekt im Rahmen der Tsunami-Katastrophenhilfe ("Tsunami Desaster Relief") zu entwickeln. Ein Mangrovengürtel kann zu einem verbesserten Schutz vor Tsunamis beitragen und würde zukünftige Generationen besser vor Flutkatastrophen schützen. Weitere positive Effekte wären verbesserte Bedingungen für den Fischfang sowie eine Erhöhung der Biodiversität. Auftraggeber sind das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landschaft und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (MUNLV), das Umweltministeriums der Provinz Flandern/ Belgien, das Network of Regional Government for Sustainable Development und das Investmentboard Nord Sumatra.
Dankgottesdienst auf dem Schoellerhof
Vinte, 29.8.06 - Die Stiftung Schoellerhof hat als Projektpartner des Forschungsvorhabens "Nachhaltigkeit Stiften" ihre Gründung mit einem Dankgottesdienst gefeiert. Viele prominente Grußredner lobten das Engagement der Stifterschwestern Dr. Antonia Sievert und Elisabeth Grothaus. Dr. Hermann Meyer, stellvertretender Landrat des Kreises Osnabrück, hob beispielsweise die "gesellschaftliche Solidarität" der Stifterinnen hervor. Als "bundesweit vorbildlich" bezeichnete Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, das Stiftungskonzept. Es ist Teil eines Forschungsvorhabens, das das Wald-Zentrum der Universität Münster gemeinsam mit privaten und kommunalen Waldbesitzern durchführt. Zu den Partnern gehört auch die Stiftung Schoellerhof, die in Vinte (an der Grenze von Westerkappeln und Bramsche) liegt.

Die beiden Stifterinnen hatten im Juni ihren gesamten Grundbesitz in eine Stiftung eingebracht und vermarkten die Flächen als Ausgleich für Bauvorhaben. Die Erlöse fließen in das Stiftungskapital und werden für Naturschutzmaßnahmen und den Erhalt der Hofgebäude verwendet. In dem ehemaligen Moorgebiet soll auf diese Weise wieder eine artenreiche Naturlandschaft entstehen. Ausführliche Informationen zum Forschungsvorhaben "Nachhaltigkeit Stiften", das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert wird, finden Sie in der Rubrik "Projekte".
Energieland Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf 16.8.06 - Nordrhein-Westfalen als Energieland weiter zu stärken ist das Ziel der CDU-Landtagsfraktion, die sich für einen breiten Energiemix einsetzt. Am 16.8.06 veranstaltete sie zum Thema "Energieland Nordrhein-Westfalen" eine Fachtagung im Düsseldorfer Landtag. Vor mehr als 300 Teilnehmern im Plenum hielt auch Prof. Dr. Andreas Schulte einen Vortrag zum Thema. Der Leiter des Wald-Zentrums referierte über die Bedeutung der energetischen Nutzung von Holz und die damit verbundenen Chancen und Risiken. Er machte deutlich, dass für einen weiteren Einsatz des Zukunftsrohstoffes Holz als Energieträger eine landesweite Strategie erforderlich sei, um beispielsweise einer Konkurrenzsituation mit der Holzwerkstoffindustrie vorzubeugen und den Rohstoff rechtzeitig zu mobilisieren.
Neue Kollegin aus Chile
Münster, 15.8.06 - Seit Mitte des Monats gehört Marcela Poulain Zapata zum Team des Wald-Zentrums. Die 32-jährige Forstwissenschaftlerin stammt aus Santiago de Chile und ist mit einem Promotionsstipendium des Internationalen Instituts für Wald und Holz NRW für zwei Jahre in Deutschland tätig. Gemeinsam mit ihren Kollegen aus der Arbeitsgruppe "Kohlenstoffhaushalt von Waldökosystemen" erforscht Frau Poulain Zapata den Einfluss von Patagoniens Lengawäldern auf den Kohlenstoffhaushalt. Außerdem wird sie das Kooperationsabkommen mit der Universidad de Chile weiter ausbauen. Das Team des Wald-Zentrums heißt Frau Poulain Zapata herzlich willkommen und freut sich über weitere internationale Unterstützung.
Forst-Experten beraten mit Staatssekretär Dr. Paziorek
Bonn, 10.8.06 - Wie lässt sich auch in Zukunft genug Holz als Brennstoff mobilisieren? Über dieses Thema diskutierte heute eine Delegation von Forstexperten aus dem Münsterland mit Dr. Peter Paziorek (3.v.l.). Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hatte Franz Stockmann vom Forstamt Warendorf (l.), Hanns-Christian Wagner vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW (3.v.l.), Georg Graf von Spee vom Waldbauernverband (2.v.r.) und Prof. Dr. Andreas Schulte vom Wald-Zentrum (r.) zu sich nach Bonn eingeladen, um gemeinsam Wege zu finden, dem drohenden Rohstoffmangel vorzubeugen.

Eine Tagung des Forstamtes Warendorf im Juni hatte Dr. Peter Paziorek von der volkswirtschaftlichen Bedeutung des Themas "Holzmobilisierung" überzeugt: Um Konzepte für eine nachhaltige Nutzung des Rohstoffes noch intensiver zu diskutieren, lud er jetzt die Forstexperten ins Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ein. Im Kreis Warendorf ist Holz als Brennstoff ein wichtiges Thema, zahlreiche Waldbesitzer verkaufen ihr Holz bereits für diesen Zweck. Doch dadurch könnte eine Konkurrenzsituation mit anderen Nutzern des vielseitigen Rohstoffs entstehen, wie etwa mit der Holzwerkstoff- oder Papierindustrie. Neue Strategien zur Holzmobilisierung, die den Zukunftsrohstoff in ausreichender Menge zur Verfügung stellen, standen bei dem Termin in Bonn auf dem Programm. Beispielsweise der Anbau von schnell wachsenden Baumarten auf Brachflächen oder die Nutzung von Grünstreifen an Autobahnen.
Exkursion zum Pollmeier-Werk in Creuzburg
Münster, 13.7.06 - Zum größten Laubholzsäger Europas führte die Mitarbeiter des Wald-Zentrums eine gemeinsame Exkursion mit dem Forstamt Bad Driburg im Kreis Höxter. In Creuzburg bei Eisenach besichtigten sie das Thüringer Werk der Pollmeier Massivholz GmbH. Der genaue Weg vom Buchenstamm zum veredelten Brett für Massivholzplatten,

Parkett oder Möbelteile ließ sich bei einer Werksführung Schritt für Schritt nachvollziehen.Anschließend diskutierten die Mitarbeiter des Forstamtes Bad Driburg und des Wald-Zentrums mit Marketing-Vertretern sowie dem Firmenchef Ralf Pollmeier über die Mobilisierung des Rohstoffs Holz. Die Firma Pollmeier hat in Thüringen ein Pilotprojekt gestartet, das nach zukunftsweisenden Wegen in der Zusammenarbeit von Forstverwaltungen und Holzindustrie sucht. Insbesondere das wirtschaftlich bisher nicht genutzte Rundholz aus Kleinprivatwäldern soll mit dieser Initiative erschlossen werden. Im Mittelpunkt der Diskussion mit den Besuchern aus dem Kreis Höxter und Münster stand die Übertragbarkeit des Modells auf Nordrhein-Westfalen. Schlusspunkt der gemeinsamen Exkursion (siehe Foto) war das Waldinformationszentrum Hammerhof in Bad Driburg - eines der Beispiele für die innovativen Projekte des Forstamtes.
Neue Ansprechpartnerin im Wald-Zentrum
Münster, 1.7.06 - Anrufer und Besucher des Wald-Zentrum werden fortan von der neuen Kollegin Katja Yakovenko empfangen. Als Office-Managerin ist sie Ansprechpartnerin für Studierende und Besucher. Die 22-Jährige hat Ihre Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation an der Universität Münster absolviert. Frau Yakovenko spricht fließend russisch und ist eine große Unterstützung für die internationalen Forschungsprojekte des Wald-Zentrums. Das ganze Team heißt die neue Kollegin herzlich willkommen.
Fortschritte beim Forschungsvorhaben "Nachhaltigkeit Stiften"
Münster, 21.6.06 - Heute hat Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven (links) in Münster den Stifterehepaaren Elisabeth Grothaus und Dr. Robert Prieshoff-Grothaus (2. u. 3. v. l.) sowie Dr. Antonia und Dr. Johannes Sievert die Anerkennungsurkunde für die Stiftung Schoellerhof überreicht - ein weiterer Erfolg für das Forschungsvorhaben
Nachhaltigkeit Stiften: Gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Landesregierung Nordrhein-Westfalens entwickelt das Wald-Zentrum an der Westfälischen Wilhelms-Universität Strategien für die Erhaltung und die Bewirtschaftung wertvoller Wald-Kulturlandschaften. Acht private und kommunale Grundbesitzer sind beteiligt, so auch die Stiftung Schoellerhof. Mit der Anerkennung der Stiftung sind nun weitere Schritte im Forschungsvorhaben möglich.
Die Stifter des Schoellerhofs haben 211 Hektar Grund in Neuenkirchen und Westerkappeln sowie die dazugehörigen Gebäude in eine gemeinnützige Stiftung übertragen. Dabei dienen Wald, Wiesen und Acker der Parklandschaft als Kompensationsflächenpool für Eingriffe in den Naturhaushalt oder das Landschaftsbild und lassen sich als so genannte "Ökopunkte" vermarkten. Die daraus gewonnen Mittel fließen in das Stiftungskapital und dienen vornehmlich dem Naturschutz: Beispielsweise um Nadelwälder in Mischwälder umzuwandeln, Feuchtbiotope anzulegen oder Lebensräume für seltene Wiesenbrüter wie den Großen Brachvogel zu schaffen.
Raus aus dem Hörsaal, rein ins Grüne
Münster, 6.6.06 - Rund 40 Studierende der Landschaftsökologie haben in der Pfingstwoche den Hörsaal gegen das "Freilandlabor Wald" getauscht. Sie waren kreuz und quer im Münsterland unterwegs, um Waldökologie, Forst- und Holzwirtschaft in der Praxis zu erproben. In Kleingruppen hatten sie zuvor ausgewählte Waldbestände untersucht, die Ergebnisse haben sie nun ihren Kommilitonen vor Ort präsentiert.

Ob Eichen und Lärchen im Vinnenberger Busch oder Pappelbestände im Knüverdarp - die Studierenden hatten "ihr" Waldstück genau analysiert: Welche Vegetation ist vorhanden, um was für Bodentypen handelt es sich und wie lässt sich der Baumbestand forstwirtschaftlich charakterisieren? Jede Gruppe stellte außerdem ein Konzept für waldbauliche Maßnahmen vor, beispielsweise eine Aufforstung mit Laubbäumen. Landschaftsökologisch sinnvoll für das betreffende Gebiet aber auch betriebswirtschaftlich durchkalkuliert mussten die Vorschläge sein, um Prof. Andreas Schulte, den Inhaber des Lehrstuhls für Waldökologie, Forst- und Holzwirtschaft, zu überzeugen. Er lobte seine Studierenden außerdem für kreative Präsentationstechniken und souveräne Vorträge. Doch auch das Zuhören kam für die Exkursionsteilnehmer nicht zu kurz: Fachleute berichteten live von ihrer Arbeit.
Der Leiter des Forstamtes Warendorf, Franz Stockmann, diskutierte mit den Studierenden über die boomende Energieholz-Branche und führte sie zu Sägewerk und Holzlagerplatz. Im Kreis Borken erlebten die Landschaftsökologen einen Harvester in Aktion und löcherten Andrea Balke vom Forstamt Borken mit Fragen zu dieser riesigen Vollerntemaschine. Um viel Praxiswissen zum Thema Forst und Holz reicher geht es für die Landschaftsökologen nun erst einmal zurück in den Hörsaal. Die nächste Exkursion findet im September statt und führt in den Bayerischen Wald.
Mit Minister Uhlenberg auf Waldspaziergang
Münster, 15.5.06 - Die erste Station auf seinem Besuch im Kreis Steinfurt am 15. Mai führte Eckhard Uhlenberg, Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, in den Wald. Dass er sich dabei nicht auf dem Holzweg befand, wurde im Gespräch mit dem Landrat, Herrn Kubendorff, dem Landtagsabgeordneten Herrn Grunendahl, dem Leiter des Forstamtes Steinfurt, Herrn Hochhäuser, dem Leiter des Agenda 21-Büros, Herrn Ahlke und Herrn Prof. Schulte vom Wald-Zentrum deutlich. Die Spaziergangsteilnehmer besprachen das Zukunftsthema Wald, Forst- und Holzwirtschaft und vor allem die Empfehlungen zur Einrichtung eines Clustermanagements. Diskussionsbasis war die "Clusterstudie Wald und Holz" für den Kreis Steinfurt, die das Wald-Zentrum im vergangenen Jahr durchgeführt hatte.
Neue Kollegen im Wald-Zentrum
Seit dem 1. Mai gehören zwei neue Mitarbeiter zum Team des Wald-Zentrums.

Andreas Schmidt A. forscht zum Thema Kohlenstoffhaushalt von Waldökosystemen. Im Rahmen eines EU-geförderten Promotionsvorhabens untersucht er gemeinsam mit Kollegen Nothofagus-Waldbestände in Patagonien, Chile. Ziel ist es, den Kohlenstoff-Vorrat dieses Waldökosystems zu bestimmen und die Auswirkungen der Bewirtschaftung zu definieren. Auch der Einfluss auf die Quantität und Qualität der Holzproduktion sowie auf die Biodiversität gehört zur Arbeit des 32-jährigen Forstwissenschaftlers und dem Team des Wald-Zentrums. Im Rahmen eines Kooperationsabkommens arbeiten sie seit mehr als einem Jahr eng mit der Universidad de Chile in Patagonien zusammen. Andreas Schmidt stammt aus Santiago de Chile und hat bereits in zahlreichen Projekten der internationalen forstlichen Zusammenarbeit mitgewirkt.

Auch Anke Hering arbeitet seit dem 1. Mai im Wald-Zentrum. Als Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gehören die interne und externe Kommunikation zu ihren Aufgaben, außerdem ist sie Ansprechpartnerin rund um die Messe WoodLife in Dortmund. Nach ihrem Studium mit kommunikations-
wissenschaftlichem Hintergrund an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hat die 28-Jährige ein PR-Volontariat absolviert und als Redakteurin bei der Cyrano Kommunikation GmbH in Münster gearbeitet. Öffentlichkeitsarbeit für die NRW-Stiftung und den Wirtschaftsinformationsdienst Münster gehörten dabei zu ihren Schwerpunkten.
Das Team des Wald-Zentrums freut sich über die tatkräftige Unterstützung und heißt die beiden neuen Kollegen herzlich willkommen.
Rektor der Universität Wologda zu Gast im Wald-Zentrum

Wissenstransfer und Kooperationsmöglichkeiten waren Thema beim Besuch des Direktors der Staatlichen Technischen Universität von Wologda (Russland) im Waldzentrum Münster. Prof. Dr. Ruslan V. Deryagin (2.v. r.) war auf Einladung von Dr. h.c. Ingo Wallner (l.), ehemaliges Vorstandsmitglied der RWE AG und Honorarkonsul von Madagaskar, für einige Tage nach Deutschland gereist. Den Kontakt zum Wald-Zentrum hatte Günter Kathol (m.), leitender Forstdirektor beim Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen, hergestellt.
Prof. Dr. Andreas Schulte (r.) und Susanne Bergmann vom Wald-Zentrum Münster freuten sich über die neu gewonnen Einblicke in die Arbeitsfelder des russischen Kollegen, der sich als Lehrstuhlinhaber mit Holzbe- und verarbeitung beschäftigt. Die Entwicklungsmöglichkeiten der waldreichen Region Wologda und die damit verbundenen Herausforderungen standen im Mittelpunkt der Diskussion. Prof. Deryagin informierte sich über die Arbeit des Internationalen Instituts für Wald und Holz und sprach sich für eine zukünftige Kooperation aus. Nach seinem Besuch im Waldzentrum hatte Prof. Deryagin außerdem Gelegenheit, holzverarbeitende Betriebe rund um Münster kennen zu lernen.
Die Verbindung zur nordrussischen Stadt Wologda und die dort ansässige Technische Hochschule war über den Lions Club Münster, dem Herr Wallner und Herr Kathol angehören, zustande gekommen.
Exkursion Nationalpark Bayerischer Wald im September 2006
Im September dieses Jahres wird eine 7 tägige Exkursion in den Nationalpark Bayerischer Wald angeboten.
Weitere Informationen unter dem Navigationspunkt
Lehre. Studierende bitte außerdem Aushänge beachten!
21. März - Internationaler Tag des Waldes
Zum heutigen internationalen Tag des Waldes berichtete die Tagesschau umfassend über das Thema.
Link zum Bericht
Erfolgreicher Forschungstransfer
Die Ergebnisse der Clusterstudie Forst und Holz Deutschland stoßen bundesweit auf großes Interesse in der Forst- und Holzwirtschaft.
So konnten ein Transfer der wichtigsten Erkenntnisse der Clusterstudie und der 1. Tagung Cluster Wald und Holz über zahlreiche Veröffentlichungen erreicht werden.
Artikel erschienen z. B. in folgenden Zeitschriften: Holz-Zentralblatt, Allgemeine Forstzeitschrift-DerWald, Deutscher Forstverein-Journal, Stadt und Gemeinde, Die Waldbauern in NRW und Schutzgemeinschaft Deutscher Wald NRW.
Zur umfangreichen Berichterstattung in bundesweiten und regionalen Medien gehörten z. B. Artikel in der FAZ, TAZ und WAZ sowie TV-Beiträge im Westdeutschen Rundfunk.
Nähere Informationen finden Sie unter
Publikationen
Das Wald-Zentrum konnte sich jüngst in verschiedene TV-Beiträge des Westdeutschen Rundfunks einbringen, so z. B. in die Sendung WESTPOL zum Thema "Wald-Maut" am 29. Januar 2006.
WESTPOL-Sendung "Wald-Maut"
Anlässlich des Internationalen Tages des Waldes berichtete die Tagesschau am 21. März 2006 in einem Wald-Dossier auch über die Ergebnisse der Clusterstudie Forst und Holz Deutschland.
Wald-Dossier der Tagesschau